Pfefferkörner Startseite

Anleitung zum Kürbisschnitzen

Ein Mädchen versucht einen Riesenkürbis zu bewegen. © dpa
große Bildversion anzeigen

Jack O' Lantern wird der Halloween-Kürbis im englischsprachigen Raum genannt, und hinter diesem Namen steht eine Geschichte keltischen Ursprungs: Als der Bösewicht Jack gestorben war, verwehrte ihm Gott den Zugang zum Himmel. Doch auch in der Hölle war Jack nicht willkommen, denn er hatte den Teufel zu Lebzeiten übers Ohr gehauen.

Mit einem Stück Kohle, das er in eine ausgehöhlte Rübe legte, machte sich Jack auf die Suche nach einem Ort, an dem er bleiben konnte. Aus dieser Legende leiteten die Menschen den Glauben ab, dass ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe die Macht habe, den Teufel und böse Geister fernzuhalten.

Als die Iren nach Amerika auswanderten, hatten sie diesen Brauch im Gepäck. Weil aber der in Amerika heimische Kürbis größer und leichter zu bearbeiten ist, war die Rübe als Jack O' Lantern bald passee. So entstand das alljährliche Ritual des Kürbisschnitzens.

Anleitung zum Kürbisschnitzen

Mädchen schnitzt ein Gesicht in einen Kürbis © picture-alliance/ dpa
große Bildversion anzeigen

Der Kürbis, den du in eine Jack O' Lantern verwandeln möchtest, sollte möglichst groß, unversehrt und vor allem reif sein. Die Arbeitsfläche muss eine riesige Matscherei - und das wird es - vertragen können, am besten legst du einen Tisch mit Folie oder Zeitungspapier aus.

Zuerst schneidest du einen Deckel an der Oberseite des Kürbis aus, mit einem scharfen Messer, einer kleinen Säge oder einem speziellen Schnitzbesteck. Dann wird es anstrengend: Mit einem kantigen Löffel oder Eiskugelformer höhlst du den Kürbis vorsichtig aus, bis eine etwa zwei Zentimeter dicke Wand stehen bleibt.

Es folgt der kreative Teil des Kürbisschnitzens: die Auswahl des Motivs. Die Gruselfratze ist natürlich ein Klassiker. Aber auch Fledermäuse, Gespenster oder Spinnen können den Kürbis verzieren. Wer mutig ist und handwerklich begabt, darf sofort losschnitzen. Allen anderen ist zu raten, sich das Motiv erst einmal auf Papier aufzuzeichnen oder es sich aus dem Internet auszudrucken.

Um das Papier in eine Schablone umzuwandeln, steckst du es mit Nadeln auf dem Kürbis fest. Nun zeichnest du die Linien des Bildes mit einem spitzen Stift kräftig nach, so dass auf dem Kürbis ein Abdruck bleibt.

Die Regeln des Schnitzens

Halloween 2009 in Lubmin. Foto: Reinhard Niklas, Lubmin. © NDR Fotograf: Reinhard Niklas
große Bildversion anzeigen

Beim Schnitzen gelten einige Regeln. Bearbeite erst die Details (zum Beispiel die Augen) und dann die größeren Teile (zum Beispiel den Mund). Auf diese Weise bleibt die Schale länger stabil, und du vermeidest, dass du den Kürbis beim Bearbeiten versehentlich eindrückst. Die größeren Teile solltest du nicht in einem Stück ausschneiden - möglicherweise reißt sonst die Schale ein. Fang mit einem kleinen Loch an und arbeite dich nach außen vor.

Licht aus - Grusel an

Sollte doch einmal eine Ecke des Motivs herausbrechen, kannst du dein Kunstwerk noch retten: Mit Zahnstochern oder Draht steckst du das entsprechende Teil einfach wieder fest. Ein Rezept gegen Runzeln: Übersprüh den Kürbis mit Haarspray und reibe die Schnittflächen mit Vaseline ein. Wenn die Laterne zu trocken aussieht, gönne ihr ein Wasserbad - und die Falten glätten sich.

Schließlich stellst du ein oder mehrere Teelichter in den Kürbis. Wenn es dann dunkel wird, beginnt der Schauer. Viel Spaß dabei!