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Kamera und Bühne

Filmkamera © NDR Fotograf: Claudia Timmann
große Bildversion anzeigen Mit der Filmkamera werden die Außenaufnahmen in der Speicherstadt gedreht.

Kameramann

Neben dem Regisseur und dem Aufnahmeleiter ist der Kameramann die wichtigste Person auf dem Film-Set. Er macht die Bilder, bestimmt das Licht, das der Oberbeleuchter dann umsetzen muss und diskutiert mit dem Regisseur die Einstellungen. Dabei hilft ihm ein Kamerassistent, der während der Aufnahmen auch die Schärfen an der Kamera zieht. Der Materialassistent ist für die Filmrollen und manchmal auch für die Klappe zuständig.

Gedreht werden die Pfefferkörner mit 16mm Film, nicht mit Video. Die Filmrollen werden beschriftet, so dass der Regisseur und sein Cutter (Schnittmeister) nachher das Material leichter finden können und den Film schneller zusammen schneiden können.

Eine Kamera läuft mit 24 Bildern pro Sekunde (beim Fernsehen sind es 25 bzw. 50 Halbbilder - das hängt mit den technischen Standards für die Fernsehübertragung zusammen). Bei dieser Geschwindigkeit sehen alle Bewegungen nachher im Fernsehen oder im Kino ganz echt aus, wenn der Film nachher auch in dieser Geschwindigkeit wieder abgespielt wird. Wenn man die Kamera schneller drehen lässt, hat man nachher eine Zeitlupe, wenn sie langsamer läuft sieht es im Fernsehen dann später schneller aus, die so genannte Zeitraffer.

Dolly

Ein Dolly (engl. für Transportwagen) ist ein Wagen, mit dem sich saubere und weiche Kamerafahrten realisieren lassen. Allen Dollys gemein sind drei oder vier Räder und eine Möglichkeit, eine Kamera zu befestigen.

Die Dollys können über eine Hydraulik die Kamera nach oben fahren lassen und auch drehen.

Zuständig für den Dolly sind die Leute von der Kamerabühne, die auch die Schienen aufbauen und eventuell den Dolly mit dem Kameramann darauf schieben.

Close-up

So heißt eine Einstellung, die den Schauspieler oder das Bild allgemein ganz nah ran holt.

Froschperspektive

Eine Froschperspektive nennt man eine Kameraeinstellung von unten, gewissermaßen so wie ein Frosch die Szene oder Situation sehen würde. Die Szene kann dadurch bedrohlich aussehen.

Vogelperspektive

Etwas aus der Vogelperspektive aufnehmen bedeutet, die Szene von oben zu betrachten, quasi so wie sie ein Vogel sehen würde. Der Effekt schafft Distanz und Übersicht, wobei die Häuser, Plätze und Personen klein abgebildet werden und aussehen als würden sie beobachtet werden.

Weitere Informationen

Filmklappe © NDR Fotograf: Claudia Timmann

Begriffe und Funktionen am Filmset

Dolly, Grauglas, Storyboard - hier erklären wir dir Begriffe aus der Filmwelt. mehr »