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"Unsere Freundschaft war nie besser" - das Pfefferkörner-Interview (Teil 3)

Willst du denn auch weitermachen mit der Schauspielerei? Was würdest du gern mal spielen?

Nina: Ja.Ich würde gern mal ein ganz, ganz mieses Mädchen spielen, das andere runtermotzt. Denn ich glaube es ist nicht so schwer böse Menschen zu spielen als wenn man ganz liebe Menschen spielt

Tim: Ich habe gerade die Erfahrung gemacht. Ich spiele in Teufelskicker den fiesesten überhaupt und ich meine dass das viel schwerer ist, weil man ja so nicht ist. Das behaupte ich jetzt mal von mir.Ich kenn ja auch Nina und ich kann mir vorstellen, dass sie das ganz cool machen kann, aber ich bin der Meinung, dass das viel schwerer, weil man sich richtig umstellen muss, die Betonung so ein richtigen dreckigen Klang dahinter zu kriegen

Man mag dich in dem neuen Film auch nicht, in der Rolle?

Tim: Ich hoffe nicht.

Moritz: Dann ist das auch wirklich gut. Wenn es nicht gut ist, dann ist es gut!

Tim: Allerdings mögen auch alle Darth Vader und der ist auch der Böse.

Moritz: Wenn ich so überlegen müsste, was ich spielen wollte - ich glaube ich hätte mal Lust etwas Piraten-mäßiges zu spielen. Oder irgendwas mit Mittelalter.

Würdet ihr noch mal eine Serie spielen wollen mit einer Dauerrolle?

Moritz: In einer Dauerrolle bekommt der Charakter so einen Tiefgang, da lernt man immer mehr von ihr kennen, immer mehr Facetten, immer mehr Einzelheiten. Und es ist interessant einen Charakter so zu formen, wie man das in einer Serie darf. Das ist schon toll und ich würde das gern noch mal wieder machen.  

Tim: Wo ich nicht große Lust hätte mitzuspielen, wäre so eine Quatsch Telenovela, wie GZSZ, Alles was zählt, Anna und die Liebe, Schwarzwaldpraxis oder wie die alle heißen. Ich weiß nicht ob ich da Lust zu hätte. Ich habe das ja mal eine Weile gesehen “Alles was zählt" und ich fand das nicht gut. Wenn man jede Folge schaut und das ein wenig verfolgt, dann merkt man wie sich immer alles wiederholt - der ist mit dem zusammen, dann nicht mehr, dann heißt es die ist schwanger, dann ist sie es doch nicht, von wem ist sie schwanger, wenn sie schwanger ist, das ist wirklich schäbig. Drehen macht wahrscheinlich einen Riesenspaß, aber das Ergebnis ist überhaupt nicht cool. 

Moritz: Die Serien werden ja auch am Laufband produziert. Aber eigentlich bringt es ja gerade Spaß sich dahinzusetzen mit dem Regisseur und was zu dem Charakter zu erarbeiten. Und das ist ja gerade so das Spannende dabei.

Was sind denn eure Vorbilder?

Miley Cyrus aka Hannah Montana (Foto: Walt Disney)
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Nina: Miley Cyrus. Die ist cool.

Moritz: Meine Vorbilder sind Will Smith, den finde ich super - und Johnny Depp ist natürlich klasse. Das ist einfach ein cooler Typ.

Tim: Ich finde Adam Sandler richtig gut, Ben Stiller - her komische Typen. Dann noch Jim Carey - den findet meine Mutter zwar ziemlich blöd, aber ich finde den ziemlich witzig.

Wie ist das in der Schule so als Star - denn ihr seid ja doch sehr bekannt geworden durch die Rollen bei den Pfefferkörner?

Nina: Bei mir ist neulich so ein Junge gekommen und wollte mich fotografieren, das fand ich dann ein bisschen zu viel. Das war ein Fünftklässler, der war gerade neu gekommen und er kam mit dem Fotoapparat an. Es erkennen mich schon viele

Tim: Wir haben immer Fußball gespielt auf dem Schulhof und genau daneben ist die Grundschule und als die ersten Folgen kamen wurde ich in den Pausen am, Anfang regelrecht belagert von ganz vielen Grundschüler, so Horden von fünf, sechs Leute, die alle Autogramme wollten und in der nächsten Pause kamen die wieder obwohl die in der Pause davor schon da waren.

Es kamen in jeder Pause die gleichen, aber das hat sich auch ziemlich schnell wieder gelegt. Aber wenn man einkaufen geht und Kinder zwischen 8 und 12 Jahre trifft, merkt man schon wenn die einen erkennen auch wenn die nicht aufschreiben, aber an den Blicken merkt man das schon.

Würdest du das nicht auch machen, wenn du einen Schauspieler erkennen würdest?

Tim: Natürlich. Na klar. Ich würde wahrscheinlich sogar hingehen und den voll labern. DAs würde ich auf jeden Fall. Mich stört das nicht so. Ich bin zwar nicht heiß darauf und gehe extra in Menschenmengen und versuche viel aufzufallen. Aber wenn man mich erkennt stört mich das nicht so. Aber wenn Ben Stiller vorbeigeht, würde ich dem hinterher eiern, egal wo der hingeht.

Moritz: Man merkt das immer wenn man auf der Straße langgeht und andere Kinder sagen “Hey war das nicht?" und dann hört man ein Getuschel und die drehen sich auch um. Ich freue mich darüber auch. Aber in der Schule ist das nicht so das Thema, bei den neuen Fünftklässlern ist das Neues, aber sonst weiß das halt jeder und das ist auch gut. Und meine Freunde haben auch kein Bock immer darüber zu reden. Ich bin ein ganz normaler Mensch und für meine Freunde auch und damit hat sich das.

Wir lange dürft ihr eigentlich im Jahr drehen?

Moritz: Wir dürfen gar nicht so lange, nur eine bestimmte Anzahl im Jahr und dann müssen wir so einen Psychotest machen.

Tim: Da stehen die total komischen Fragen drin.

Nina. Den kenne ich auch.

Tim: Das hat bestimmt seinen Sinn und Zweck und der Mann wird davon auch Ahnung haben, aber im ersten Moment habe gedacht, ob das eine Verarsche ist oder so. Und die Fragen waren auch so unnötig. Einen damals 13-jährigen zu fragen, ob er schon mal gelogen hat - jeder wird schon mal gelogen haben, auch wenn es nur ein Notlüge gewesen ist. Das erübrigt sich doch, oder? Aus einigen Fragen, wurde ich nicht schlau, was er aus diesen Fragen jetzt ermittelt.

Moritz: Wir dürfen nur ein bestimmte Anzahl von Tagen drehen und dann wird anhand von diesem Text und ich glaube auch mit der Schule entschieden, ob wir nochmal eine bestimmte Anzahl von Tagen drehen dürfen. Und wenn diese erfüllt sind, dann können wir gar nicht mehr drehen. Ich glaube ich habe meine für dieses Jahr auch schon voll.

Hier geht es weiter mit Teil 4 des Interviews

Interview

Moritz, Tim und Nina von den Pfefferkörnern © NDR Fotograf: Nils Zurawski

"Jeder macht seine eigenen Erfahrungen"

Nina, Moritz und Tim über die neuen Pfefferkörner und warum sie immer wieder mitspielen würden, Interview Teil 4. mehr »