Die Pfefferkörner auf gefährlichen SpurenRegnerischer Morgen bei den DreharbeitenEs ist 9.00 Uhr morgens und das Filmteam hat schon alles aufgebaut, als wir an das Filmset kommen. Drehort ist eine Gärtnereri in Georgswerder in den Hamburger Vier-und Marschlanden. Die Sonne hat sich noch hinter den Wolken versteckt und es nieselt. Das Team holt sich frischen Kaffee und die ersten Brötchen - dann aber geht es auch schon los mit der ersten Szene. Auf das Kommando des Regisseurs kommt ein dicker Mercedes auf den Hof der Gärtnerei gefahren. Bo der Chauffeur steigt aus und öffnet die hintere Tür. Es steigt ein finster aussehender Mann mit einer riesigen grauen Dogge aus, es ist der "Holländer", der Chef der Drogenbande. Nachdem die beiden und der Hund in dem Gewächshaus verschwunden sind, fährt ein VW-Bus auf den Hof. Zwei junge Männer steigen aus und folgen den anderen beiden. “Und nochmal bitte, das muss flüssiger sein". Klaus Wirbitzky, der Regisseur will die Szene noch einmal haben. Und alle Autos und Schauspieler gehen wieder auf ihre Anfangspositionen. Die Pfefferkörner sind noch nicht am Set, denn ihr Auftritt kommt erst viel später dran. Nur Lilly ist schon da, denn sie hat sich in dem Bus versteckt und verfolgt die Drogendealer. Auf den Spuren der DrogendealerDie nächste Szene spielt im Gewächshaus. Lilly belauscht die Drogendealer, als diese ihre Geschäfte absprechen. Dabei wird sie von dem Riesenhund endeckt. Benny, so heißt die Dogge, macht alles so wie es ihm seine Trainierin gezeigt hat und hört auch auf die Kommandos der Schauspieler - meistens zumindest. Eigentlich freut sich die Dogge mehr als das sie wirklich böse ist, als sie Lilly unter den Blumenregalen findet. Der Holländer, der Chef der Drogenhändler, und seine Helfer ziehen sie dort hervor und fesseln sie dann. Das machen bei den Dreharbeiten die Leute von der Requisite und der Maske. Es dauert eine Weile bis es echt aussieht. Aber es soll Lilly - also Laura, der Schauspielerin - ja auch nicht weh tun, muss aber ganz echt aussehen. Als die Gangster sie wegtragen wollen, wehrt sich Lilly auch ganz doll und schreit, was das Zeug hält. Dann sperren sie Lilly wieder in den VW-Bus, wo sie später von den Pfefferkörnern befreit wird. Die hatte sie vorher bereits mit ihrem Handy alarmiert, bevor sie von Benny der Dogge aufgespürt wurde. Das Gewächshaus als HaschischplantageWenn kein Film gedreht wird, wachsen in dem großen Gewächshaus an der Elbe Zimmer- und Balkonpflanzen. Der Gärtner, seine Mitarbeiter und seine Familie schauen neugierig bei den Filmarbeiten zu. So etwas passiert dort ja auch nicht jeden Tag. Und noch viel weniger wird bei ihnen Cannabis - die Pflanze aus der die Droge Haschisch gewonnen wird - angebaut. Die Pflanze, die für die Filmaufnahmen benutzt wurde, ist auch nur eine Requisite, also nicht echt - sie sieht aber täuschend echt aus. Die Aufnahmen sind anstrengend und alle Leute vom Team arbeiten bald ohne Jacken oder Pullover, nur noch im T-Shirt, denn in dem Gewächshaus wird es irre warm. Auch wenn es draußen nicht ganz so warm ist, durch die großen Glasscheiben heizt sich so ein Gewächshaus auf, die Hitze kann nur sehr langsam entweichen und es wird gemütlich warm da drinnen. Und für die Pflanzen ist es genau das Richtige, damit sie auch im Winter ordentlich wachsen können. Für das Filmteam fühlt sich das allerdings eher an wie eine Sauna. Autorin/Autor: Nils Zurawski
Stand: 04.09.2008 11:59
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