Das Casting - so wurden die Neuen gefunden
Sonnabendvormittag, eine Straße in einem Hamburger Gewerbebetrieb. Die Büros sind leer und es gibt viele Parkplätze. An einer Tür hängt ein Schild auf dem mit der Hand geschrieben steht: "Casting Pfefferkörner".
Als ich eintrete, werde ich von Jürgen begrüßt. Jürgen ist sonst Aufnahmeleiter beim Film, heute kümmert er sich um die Casting-Teilnehmer, macht Kaffee und sorgt darfür, dass die Auswahl-Jury und die Kandidaten alles haben, was sie brauchen.
Außerdem erzählt er mir ganz viele interessante Dinge zu den Pfefferkörnern und anderen Serien, wie zum Beispiel von "4 gegen Z". Der große Spiegel, der in dem großen Raum steht, wo die Kinder mit ihren Eltern warten, stammt aus der Serie.
Casting ganz anders als im Fernsehen
Nichts ist so, wie man es von Castings aus den vielen Shows kennt, die im Fernsehen laufen. Gruppenweise kommen die Kinder an, meistens mit ihren Eltern, und warten darauf, dass Marion Haack, die Casting-Agentin, sie aufruft. Die Kinder sind in 6-er Gruppen geladen und so werden sie auch aufgerufen: erst alle sechs, dann immer verschiedene Kinder miteinander.
Der Raum, in dem das Casting stattfindet, ist hell, es steht ein Tisch da für die Jury, eine Kamera und eine Lampe. Auf einer Bank und einem Stuhl können die Kandidaten sitzen und die Szene spielen, die sie vorher lernen mussten. Einige der Kinder lernen noch vor Ort oder gehen die Einzelheiten der Dialoge und der Szene noch einmal durch.
Neue Bande: zwei Jungen und zwei Mädchen
Es werden drei neue Rollen für die Pfefferkörner gesucht - ein Mädchen und zwei Jungen. Von der aktuellen Bande bleibt nur Emma dabei. Das heißt, dass es in Zukunft nur vier Pfefferkörner geben wird - wobei es diesmal ein Junge ist, der der jüngste von allen sein wird, nicht ein Mädchen wie bisher immer. Henri wird er heißen.
Die anderen beiden sind Nina und Max. Sonst ändert sich nicht viel - das Hauptquartier wird in der Speicherstadt bleiben und die Abenteuer werden so spannend sein, wie ihr es gewohnt seid.
Vorspielen vor Jury und Kamera
Während manche Kinder vor der Jury vorspielen, kommen immer wieder neue an und machen es sich in dem großen "Wartezimmer" bequem. Die Eltern unterhalten sich - einige Kinder kennen sich schon. Immerhin ist das hier die vorletzte Runde für das Casting und alle, die es bis hierhin geschafft haben, sind schon ganz schön weit gekommen.
Die Jury besteht aus der Casting-Agentin Marion Haack - die macht die Vorauswahl und hat die meiste Arbeit, da sie alles für so ein Casting organisiert. Dann sitzen an dem Tisch noch die Redakteurin der Kinderredaktion vom NDR sowie der Produzent der Filmfirma, die die Pfefferkörner produziert.
Schwere Entscheidung für die Jury
Nachdem von allen Kandidaten Fotos gemacht wurden, geht es auch gleich los. Mal zu dritt, mal zu zweit müssen die Kandidaten ihre Rollen spielen - ohne Requisiten, nur vor einer kleinen Videokamera. Nach insgesamt einer Stunde ist eine Gruppe fertig und die nächsten sechs Kinder kommen dran.
Die Jury macht sich viele Notizen, denn so eine Auswahl ist nicht leicht. Die Kinder sind lange schon zu Hause, wenn hier eine Entscheidung getroffen wird. Das geht nicht so schnell wie im Fernsehen, sondern ist viel schwieriger - auch weil es Kinder sind und man da ganz besonders überlegen muss, wer so eine Rolle bekommt.
Die neue Generation: Henri, Emma, Max und Nina
Es ist bereits später Nachmittag, als alle Kinder und Eltern gegangen sind. Jetzt muss die Jury noch ihre Auswahl treffen und kann dann endlich auch Schluss machen.
Wir haben ein paar der Kandidaten fotografiert und auch zwei von denen, die es geschafft haben in der neuen Pfefferkörner-Bande zu spielen: Carolin als Nina und Bruno als Max. Henri wird gespielt von Samy, der bei diesem Casting nicht dabei war und erst in der letzten Runde gefunden wurde.
Die ganz neuen Folgen kommen dann im nächsten Jahr ins Fernsehen. Bis dahin allerdings könnt ihr alle bisher gedrehten Folgen und Banden noch einmal sehen.





