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Urlaub ohne Eltern

Ferienspaß am Strand © picture-alliance/ ZB Fotograf: Klaus Franke
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Sommer, Sonne, Sommerferien! Was gibt es da Schöneres, als zu verreisen? Aber auf den langweiligen Urlaub mit Mama und Papa, die sich eine Stadt nach der nächsten anschauen und am besten auch noch ins Museum wollen, hast du überhaupt keine Lust. Du willst lieber echte Abenteuer erleben und vor allem eins: Spaß haben. Das funktioniert am Besten zusammen mit anderen Kindern in deinem Alter, die genauso wenig Lust auf Langeweile-Ferien haben wie du. Jugendreisen sind hier eine tolle Alternative zum Familienurlaub.  

Auf einer Jugendreise fährst du zusammen mit vielen gleichaltrigen Kindern und vielleicht auch deinen Freunden in die Ferien. Keine Sorge, ihr seid nicht ganz auf euch selbst gestellt: Nette Betreuer organisieren die Tour und sorgen dafür, dass in deinem Urlaub alles glatt läuft. Meist sind die Betreuer junge Erwachsene, die viel Spaß am Umgang mit Kindern haben und dabei locker und cool sind. Natürlich haben sie auch immer ein offenes Ohr für dich, sollte es einmal zu Problemen kommen.

Wenn du schon sechs oder sogar acht Jahre alt bist, gibt es eine ganze Reihe von Angeboten. In Norddeutschland kannst du Inseln wie Usedom, Föhr oder Rügen erkunden: Da bist du gar nicht so weit weg von zu Hause, aber trotzdem in einer ganz anderen Welt. Frische Luft, Strand und Meer gibt es auf den Inseln direkt vor der Haustür. Viele Aktionen und Sportangebote tragen dazu bei, dass deine Ferien auf keinen Fall langweilig werden. Egal ob du dich für einen gemütlichen Bastelnachmittag oder ein Geschicklichkeits-Turnier am Strand entscheidest oder im Wald mit den anderen Kindern eine Hütte als Stützpunkt für eure Gangster-Bande baust, eins ist garantiert: Du wirst jede Menge Spaß haben und viele neue Freunde finden!

Viele neue Freunde

Tobende Kinder im Wald © dpa Fotograf: A3295 Uwe Zucchi
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Bei den meisten Jugendreisen fährt dich ein Reisebus oder die Bahn zum Ziel. Die Busreise hört sich im ersten Moment vielleicht nicht so verlockend an, stellt aber kein Problem dar: Die Busse sind gut ausgestattet und die meisten Reiseziele liegen höchsten vier oder fünf Stunden entfernt. Außerdem kannst du auf der Fahrt die anderen Mitreisenden schon ein bisschen kennenlernen.

Am Ziel angekommen, egal ob es nun Sylt, Berlin oder Büsum heißt, erwartet dich dein Zuhause für die nächsten ein, zwei oder sogar drei Wochen: Dies kann zum Beispiel eine Jugendherberge sein, aber oft ist es auch ein richtiges Feriendorf. Dort gibt es einzelne, kleine Hütten, sogenannte Bungalows, in denen du zusammen mit ein paar Freunden wohnst. Deine Betreuer sind natürlich trotzdem immer in der Nähe. Sie organisieren auch weitestgehend den Tagesablauf: Je nachdem, was für ein Ferienprogramm du gewählt hast. Zum Beispiel kannst du in ein Harry-Potter-Camp fahren und zaubern lernen. Dort verbringst du den Tag in der Zauberschule. Oder du machst Ferien auf dem Reiterhof - bei den Pferden, am Strand oder auf Schnitzeljagd.

Kinder bei der Essenausgabe in einem Ferienlager © picture-alliance/ dpa Fotograf: Tass Mordasov Mikhail
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Für Schlechtwettertage gibt es einen großen Gemeinschaftsraum, in dem auch dann keine Langeweile aufkommt: So viele lustige Spiele wie auf einer Jugendreise hast du bestimmt noch nirgendwo kennengelernt. Bei gutem Wetter heißt es dann aber wieder: "Ab nach draußen!" Am Meer, im Wald, auf Feldern und Wiese - so viel Platz zum Spielen gibt es sonst nirgendwo. Und das Gute ist: Deinen Computer, vor dem du sonst vielleicht die Nachmittage verbringst, ist plötzlich ganz vergessen und es macht viel mehr Spaß, sich selbst spannende Spiele auszudenken.

Natürlich brauchst du dafür ordentlich Energie, denn so ein Tag an der frischen Luft ist ganz schön ungewohnt und anstrengend für deinen Körper. Die nötige Energie kannst du bei den Mahlzeiten tanken, die meist sehr "kinderfreundlich" sind: Da brauchst du keine Angst zu haben, dass dir das Essen vielleicht nicht schmeckt. Falls das aber doch einmal der Fall sein sollte, bleibt dir ja immer noch die Möglichkeit, dir abends am Lagerfeuer wie Robin Hood ein selbstgefangenes Kaninchen zu rösten. Deine Freunde werden bestimmt ein bisschen neidisch sein, wenn du nach den Ferien von deiner Reise berichtest!

Keine Angst vor Heimweh

Und was, wenn du Heimweh bekommst? Keine Angst, das passiert viel seltener, als du denkst. Im Notfall sind die anderen Kinder und vor allem die Betreuer für dich da: Bei dem vollen Programm, was den Tag über stattfindet, hast du meist gar keine Zeit, an zu Hause auch nur zu denken, sondern wirst gut beschäftigt und abgelenkt. Speziell für jüngere Kinder, die das erste Mal allein verreisen, gibt es vom Deutschen Roten Kreuz auch ein besonderes Angebot: Dabei fährst du nur einen einzigen Tag allein weg. Deine Eltern bringen dich morgens zum Ferienort und holen dich abends wieder ab. Dabei kannst du die Betreuer und die anderen Kinder erst einmal kennenlernen und ausprobieren, wie dir ein Urlaub ohne Eltern so gefällt. Wenn du Lust hast, kannst du dann auch noch über Nacht bleiben und dich erst am nächsten Tag abholen lassen.

Auch wenn es ein Urlaub ohne deine Eltern ist - sie entscheiden, ob du mitfahren darfst. Dabei spielen die Kosten manchmal eine entscheidende Rolle. Die meisten Reisen kosten etwa 200 bis 300 Euro. Das ist natürlich eine ganze Menge Geld, aber zum Beispiel auch ein super Geburtstagsgeschenk! Frag deine Eltern doch einmal, was sie zu einer Jugendreise sagen würden. Deine Geschwister oder Freunde kannst du natürlich gleich mitnehmen. Auch manche Kirchengemeinden bieten Kinderreisen an. Hier findest du außerdem ein paar Möglichkeiten, dich im Internet zu informieren: