Schwere VorwürfeMehrere Lehrer und Priester sollen Kinder gequält haben"Vor einigen Jahren haben Lehrer was ganz Schlimmes gemacht an mehreren Schulen und das ist jetzt zum Glück rausgekommen." In den vergangenen Tagen sind schlimme Verbrechen an mehreren Schulen und Internaten bekannt geworden. Ehemalige Schüler sagen, dass sie während ihrer Schulzeit von Lehrern gequält wurden. In einigen katholischen Schulen haben Priester solche Quälereien begangen. Offenbar sind die Erwachsenen den Kindern abstoßend nahe gekommen und sie sollen die Kinder gezwungen haben, sie auf eklige Weise anzufassen. So etwas nennt man "sexuellen Missbrauch" und das ist streng verboten. Jetzt fragt man sich, warum das alles so lange geheim geblieben ist und wie sich Kinder vor solchen Taten schützen können.Dazu Jörgpeter von Clarenau: Erwachsene haben die Aufgabe, Kinder zu schützen. Sie dürfen Kinder nicht schlagen und ihnen auch sonst nichts Schlimmes zufügen. Für viele ist es ein Schock, dass ausgerechnet einige Lehrer und auch Priester das Vertrauen und die Wehrlosigkeit ihrer Schüler ausgenutzt haben. Was diese Leute getan haben, war früher genauso verboten wie heute. Es gibt Gesetze, die Kinder vor solchem Missbrauch schützen sollen. Wer so etwas tut, muss damit rechnen, im Gefängnis zu landen. Trotzdem haben sich die Kinder oft nicht getraut, über das was passiert ist, mit anderen zu sprechen. Kein Wunder, denn das ist nicht leicht und erfordert sogar ziemlichen Mut. Ganz schlimm haben sich auch diejenigen Erwachsenen benommen, die in den betroffenen Schulen und Klöstern etwas von den Verbrechen mitbekommen, aber nicht sofort die Polizei gerufen haben. Einige Chefs der verdächtigen Priester haben sich so verhalten. Und deshalb gibt es jetzt auch Kritik an der Leitung der katholischen Kirche in Deutschland. Besonders traurig an der Sache ist, dass viel Misstrauen um sich greift - auch gegen Lehrer und Priester, die niemals so etwas machen würden. Viel wird jetzt darüber diskutiert, wie man Kinder besser schützen kann. Helfen würde es, wenn jedes Kind, das etwas Unangenehmes und Verwirrendes mit einem Erwachsenen erlebt, die Kraft findet, darüber so schnell wie möglich mit jemandem zu reden: zum Beispiel mit den Eltern oder einer anderen Person, der das Kind vertraut. Stand: 13.03.2010 11:40
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