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Rechte und Neonazis

Rechte und Neonazis

In der Folge "Karol Undercover" müssen die Pfefferkörner sich gegen eine Gruppe Rechtsradikaler wehren, an die Laurenz Eltern das Hauptquartier vermieten wollen. Doch die fünf Detektive kommen dahinter, wer der angeblich seriöse Kaufmann wirklich ist. Bei den Nachforschungen geraten Yeliz und vor allen Dingen Karol ganz arg in Gefahr.

Folge 62: Karol Undercover - Der Käufer ist ein Neonazi © NDR
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Karol und Yeliz werden in der Folge mehrfach wegen ihrer ausländischen Herkunft angegriffen und beleidigt. Karol hat polnische Eltern, Yeliz eine türkische Mutter - beide sind allerdings Deutsche. Das aber interessiert die Nazis nicht, denen reicht, dass sie nicht "deutsch" aussehen oder einfach anders sind.

Wenn du etwas zu dem Thema wissen willst, dann kannst du uns auch deine Fragen stellen und wir lassen sie von einem Experten beantworten. Vielleicht ist das ja auch etwas für ein Schulprojekt, frag doch mal deine Lehrer.

Mehr Informationen zu dem Thema haben wir für dich auf einer Informationsseite zusammengestellt. Den Link dazu findest du rechts auf dieser Seite in der Folge "Karol Undercover".

Was weißt du über Nazis und Rechtsradikale? Behandelt ihr das Thema an der Schule? Wie stehst du zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus? Sag uns deine Meinung hier. Du kannst dazu das Formular, das unten steht, benutzen.

Eure Antworten

Pjotr, 16: Dieses rechtsradikale Denken ist total bescheuert und verwirrend. Es gibt sogar polnische und russische Neonazis, die sich für weiße Herrenmenschen halten, obwohl sie Slawen sind - eine total bescheuerte Freund-Feind-Haltung.

Yamuri: Mich macht es traurig, dass es immer noch viele Menschen gibt, die andere nach ihrem Äußeren, ihrer Herkunft, ihrem Glauben, ihrem Alter, ihrem Geschlecht oder ihrem Lebensstil be- und verurteilen. Statt die Vielfalt der Natur zu respektieren, zu denen auch der Mensch gehört, wird sie mit Füßen getreten. Es wäre schön wenn sich die Menschen als Einheit betrachten würden, denn wir sind alle Kinder der Erde.

Europa, der Euro, offene Grenzen, das geht in die richtige Richtung. Leider aber sind immer noch viele in veralteten Traditionen verwurzelt, sowie Nationalitätendenken. Dabei spielt es keine Rolle auf welchem Erdteil man geboren ist, weil wir alle Brüder und Schwestern sind. Rechtsradikalismus hat viele Gesichter, die jedoch alle eines gemeinsam haben: eine tief sitzende Angst der Menschen gegenüber dem Andersartigen und der Glaube, das Andersartige sei Schuld am eigenen Elend. Frustrationen und unbewusste Ängste werden nach Außen projiziert und der daraus entstehende Hass auf einen Sündenbock gerichtet.

Es geschieht jeden Tag und überall, dass Menschen wegen ihrer Andersartigkeit ausgeschlossen, verachtet oder ausgelacht werden. Ob mit physischer oder verbaler Gewalt, spielt, so denke ich, keine Rolle. Verbale Gewalt führt zu psychischen Verletzungen, die ebenso gravierend und traumatisch sind. Leider fängt das schon im Kleinen an, bei dummen Bemerkungen hinsichtlich des Kleidungsstils anderer, Spott wenn jemand offen zugibt homosexuell zu sein oder an Dinge zu glauben von denen die Wissenschaft bestreitet es könne sie geben oder dicker ist als andere, offenes ausgrenzen anderer weil diese vielleicht nach Bauernhof riechen, um ein paar Beispiele zu nennen. Vielen fällt das nicht auf. Aber bei solchen Sachen fängt es bereits an, was sehr traurig ist.

Daher wäre es wünschenswert, wenn im Kleinen begonnen werden würde etwas zu ändern. Das kann jeder Schüler bereits, indem ihr einander mit Respekt und Achtung begegnet, auch dann wenn ihr mit jemandem nicht einer Meinung seid oder jemand nicht eurem Schönheitsideal/Modeideal entspricht.

Ferial, 11: Ich hasse Nazis und Rassismus. In meiner Klasse sind geschätzte 80% rassistisch. Ich wurde schon früh mit Geschichten über Nazis und Rassisten bekannt gemacht und setze mich mit aller Kraft dagegen ein. Ich selbst kenne jemanden, der im zweiten Weltkrieg nach Auschwitz deportiert werden sollte. Und alle die Anhänger von dem damaligen Auftraggeber "Hitler" sind kann ich nicht verstehen - und das will ich auch gar nicht! Vor kurzem war ich außerdem auf einer Demo, dass Ausländer in Deutschland bleiben dürfen, egal ob mit deutschem Pass oder ohne. Denn "KEIN MENSCH IST ILLEGAL"!!!

Selina, 16: Nazis haben nichts aus der deutschen Geschichte gelernt. Das ich meine Meinung. Ich finde, es ist kein Grund jemand zu beschimpfen oder zu schlagen, nur weil er eine andere Hautfarbe hat oder einen anderen Glauben. Wenn ich die heutigen Schlagzeilen sehe, dann komm ich richtige Aggressionen. Wie kann man nur so dumm und naiv sein?! Ich hasse Rechtsradikale!

Maximilian, 12: Ich hasse Neo-Nazis. Warum gibt es die überhaubt, die sollte man aus Deutschland raus schmeißen.

Lissi, 16: Ich finde Neonazis auch einfach nur scheiße! So was kann man doch gar nicht machen oder??

Laura, 13: Ich finde Nazis total scheisse, die fanden es toll 100te von Menschen getötet ,,total scheisse!!"

Jasmin, 13: Ich finde auch Ausländer und Dunkelhäutige dürfen in Deutschland sein und bleiben, das geht keinen was an. Wer weiß was passiert, wenn sie in ihr Heimatland zurückkehren. Ich finde die Folge super. Man sieht, was alles passieren kann.

Anny, 11: Hallo ich heiße Anny ich bin auch eine sogenannte "Ausländerin". alle in der Schule ärgern mich immer nur weil ich so aussehe wie eine Chinesin, obwohl ich das nicht bin. Sie bezeichnen mich immer als "Fitschi" ... ich bin hier geboren, aber ich habe keinen deutschen Pass. Meine Schwester, die ist 6, und die hat schon ein deutschen Pass, das finde ich gemein. Und die Deutschen in meiner Klasse geben immer an und sagen ich bin ein stück Scheiße und so sie sind was besonderes... ich hasse Nazis. Überall wo ich hingehe, habe ich Angst das ein Nazi mich noch töten wird: Alle kinder haben die gleichen rechte und ich kann nichts dafür wenn ich keine Deutsche bin.

Emma-Gina, 12: Ich finde Natzis total bescheuert. Ich habe viele ausländische Freunde. Schließlich sind sie auch nur Menschen. Und wenn sie gehen müssten, würde ich mitgehen. Denn ich kann nich ohne sie. Weil sie meine Freunde sind.

Carmen, 12: Ich finde das doof das die das kaufen wollen, weil die Pfefferkörner dann kein Hauptquartier mehr haben und außerdem hatten die das ja zuerst, und ich weiß nicht was die an Hitler so toll finden.

Danny, 16: Klar bin ich gegen die Meinung der Rechtsextremen, aber die Linksextremen sind genauso schlimm mit der Gewalt, somit finde ich beide Extreme dumm. Die Mitte ist immer noch am besten.

S. : Niemand, der die Propaganda der Neonazis auch nur im geringsten gutheißt, kann über einen gesunden Menschenverstand verfügen. Die Vergangenheit hat gezeigt wohin es führt, wenn eine Gruppe von Menschen sich auf pseudowissenschaftlicher Basis als "etwas Besseres" zu erkennen meint und folglich mit bestialischen Mitteln alle Andersdenkenden oder Andershandelnden und potentielle Kritiker und Gegener verfolgt und zum Schweigen bringt. Nationale Propagande ist in keinem Land dieser Welt erwünschenswert, doch gerade in Deutschland, so sollte man meinen, müssten die Menschen über die Folgen von übertriebenem Nationalismus und Patriotismus aufgeklärt sein. Leider ist dies nicht der Fall, denn immer wieder ziehen Nazis durch die Städte und versuchen ihre menschenverachtenden Parolen in die Köpfe der Bevölkerung zu hämmern. Vor allem die sogenannten Ausländer sind ihnen ein Dorn im Auge, denn sie begreifen nicht, dass wir hier in erster Linie Europäer sind und das unsere Nationalität, also unsere Zugehörigkeit zu einem Volk in Europa, erst an zweiter Stelle steht.

Tim, 12: Ich finde es richtig scheisse, dass die sowas machen und ich verstehe nicht, was die an Hitler finden!

Kai, 14: Also ich halte nicht viel von rechtsradikalen Menschen. Ich habe nichts gegen die Meinung der rechten ich habe aber was dagegen, dass aus dem grund Ausländer zusammengeschlagen werden wegen ihrer Hautfarbe. Auch ich hatte mal Stress mit Nazis, weil ich in einer Punkband Schlagzeug spiele und an meinem rechten Schuh einen Nazis Raus Aufnäher hatte. Dann kam einer und hat mich doof angemacht, aber ich halte mich eigentlich aus solchen Dingen raus und habe so getan als hätte ich nichts gehört.

Verena, 15: Ich hab persönlich ein Problem mit Rechtsextremisten bzw. Neonazis. Dass sie einen Hass auf Ausländer haben, die gegen uns in Deutschland Propaganda betreiben und meinen, rumschreien zu müssen "Drecks Deutsche" usw kann ich irgendwo verstehen, so etwas regt mich auch auf. Aber gegen hier normal lebende, sich anpassende Ausländer habe ich nichts, im Gegenteil...Kulturbereicherung, usw. Ich selbst bin mit vielen Ausländern befreundet, das sind aber alles Ausländer, die sich dementsprechend verhalten, also nicht rumbrüllen, dass die Deutschen alle Deppen oder ähnliches sind. Rechtsradikale generell können auch in Ordnung sein, nur die, die extrem rechtsradikal sind, mag ich nicht, denn diese betreiben Propaganda gegen alle Ausländer, wohingegen viele Rechtsradikale nur gegen "störende" Ausländer (die oben genannten) etwas haben..

Antwort der Redaktion: Liebe Verena,

wir haben länger überlegt, ob wir deine Antwort hier auf den Webseiten veröffentlichen sollen oder nicht. Wir haben uns dafür entschieden, teilen aber deine Ansicht nicht. Du sagst zwar, dass du auch gegen die ganz "extremen" Rechtsradikalen bist, aber nicht gegen die "normalen". Die Unterschiede können wir nicht so sehen und auch die Experten, die wir gefragt haben meinen, dass man einen Unterschied nicht machen kann.

Rechtsradikale haben nicht nur etwas gegen Ausländer: Sie verprügeln auch wehrlose Menschen im Rollstuhl, Menschen mit anderen Behinderungen oder Obdachlose - alles was in ihren Augen " schwach" ist, wollen sie vernichten. Und das kann man wörtlich nehmen: Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 130 Menschen getötet worden. Sie wurden geschlagen, getreten, gequält oder misshandelt. Wer rechtsextrem denkt, will andere Menschen unterdrücken. Da sind sich Experten einig. Rechtsextreme haben meist selber ein starkes Minderwertigkeitsgefühl. Zum Ausgleich suchen sie sich Menschen, die sie für noch schwächer halten als sich selbst. Das kann man mit Schülern vergleichen, die in den wichtigen Unterrichtsfächern miese Noten haben, die sich dann aber beim Schulfußball als die "dicken Macker" hervortun.

Rechtsextremisten sind trotz großer Sprüche ausgesprochen feige. Nur in der Gruppe fühlen sie sich stark, nur in der Gruppe machen sie gezielt Jagd auf Schwächere. Rechtsextremisten glauben, dass sie allein deshalb etwas " Besseres" sind, weil sie in Deutschland geboren sind. Sie vergessen aber, dass die meisten Menschen, die sie als "Ausländer" bezeichnen, genauso wie sie hier geboren sind und dasselbe Recht haben, hier zu leben.

Diese angeblichen "Ausländer" sind genauso Deutsche wie die Rechtsradikalen selbst. Sicher gibt es auch unter diesen jungen Leuten, deren Eltern aus aller Herren Länder kommen, Gescheite und weniger Gescheite. Und sicher gibt es da auch die ein oder andere dumme Pöbelei. Aber das kann kein Grund sein, diesen Menschen Gewalt anzutun. Rechtsradikale aber wollen genau das - sie wollen beseitigen, was anders ist als sie. Und das gilt für alle Rechtsradikalen - die ganz extremen und auch die weniger extremen.


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